Review: PDT 21 bzw Eclipse Galileo
Juli 16th, 2009 by admin
Vor ein paar Tagen kam das neue Eclipse mit dem Codenamen Galileo raus, und kurz darauf die darauf basierenden PHP Developer Tools in Version 2.1. mit eben diesem Eclipse als Basis. Eigentlich wollte ich gar nicht zu dem neuen System wechseln, da Eclipse Europa bis dahin stabil lief und keine neuen Killerfeatures einen Umstieg rechtfertigten. Wie es der Zufall so will bekam ich aber genau in in diesem Zeitraum riesige Probleme mit Europa, was soweit ging, das ich den Workspace gar nicht mehr öffnen konnte. Ich habe mich gar nicht lange mit Fehlersuche aufgehalten und gleich den Wechsel zu Galileo gestartet.
Ich habe gar nicht erst den Versuch unternommen meine alten Projekte in das neue System zu übernehmen, sondern habe alle Eclipse-Files gelöscht und neue Projekte angelegt. Seltsamerweise konnte ich keine Projekte anlegen, deren Pfad auf ein Verzeichnis innerhalb des Workspace zeigte (Sehr sinnig oder?), deshalb habe ich den Workspace auf ein lokales Verzeichnis gelegt, während die Projekte auf einem Netzlaufwerk liegen.
Das Anlegen der Projekte ging relativ problemlos, ich habe die mir neue Javascript-Unterstützung aktiviert, auch wenn ich noch nicht rausgefunden habe, was die mir bringt. Eine vernünftige Outline in JS-Dateien fehlt jedenfalls weiterhin. Das Einspielen von Plugins sieht auf den ersten Blick übersichtlicher und besser handhabbar aus, was allerdings extrem nervt, ist, dass er sofort versucht Updates von den eingetragenen Server zu holen, wenn man das entsprechende Fenster öffnet. Da kann Eclipse gleich mal wieder stehen, wenn die Verbindung nicht flüssig läuft. Nun gut, ich hab erst mal nur Subclipse installiert, und dann bin ich zu meiner täglichen Arbeit übergegangen. Die ersten Tage fiel mir v.a. auf, dass das ganze System deutlich langsamer läuft. Besonders die Autovervollständigung in PHP ging mit Europa viel flüssiger. Jetzt muss ich immer eine nervige Sekunde warten wenn ich -> schreibe und die Liste der Methoden sehen will. Dafür markiert er mir jetzt automatisch alle Vorkommen einer Variablen, sodass ich diese leichter finde, das hatte ich in Europa aber glaube ich nur deaktiviert.
Als nächstes mal ein Lichtblick: die Suche zeigt jetzt endlich jedes einzelne Vorkommen des gesuchten Begriffs an und einen Ausschnitt der jeweiligen Zeile. Das können andere Editoren schon lang, und es erleichtert die Arbeit ungemein.
Danach aber wieder Schatten: In der Outline meiner PHP-Klassen sieht man die Methoden von Interfaces/Oberklassen nicht mehr. Das ist Kollegen von mir schon bei Ganymede aufgefallen, und offensichtlich nach wie vor ein Problem.
Da ich schon umgestellt hatte, blieb ich trotz meiner Unzufriedenheit bei Galileo, in der Hoffnung, die nervigen Dinge noch irgendwie los zu kriegen. (Die Hoffnung, das man Eclipse mit rechte Maustaste oder Doppelklick auf eine Datei nutzen kann, habe ich aber mittlerweile aufgegeben). Also habe ich die folgenden Tage – ganz passabel – mit Galileo weitergearbeitet.
Heute kam es dann zum Supergau: nix geht mehr. Aus meiner Sicht völlig grundlos kann ich zumindest einige Dateien in den Projektordnern nicht mehr bearbeiten. Wenn ich es versuche, hängt sich Eclipse komplett auf. Das gleiche passiert, wenn ich es einfach nur schließen will – einfach tot
Damit ist meine Arbeit mit dieser Version erstmal beendet, ich hab im Moment nicht die Zeit mich damit stundenlang zu beschäftigen, und ich werde wohl erstmal zum guten alten PSPad greifen. Das ist echt Schade, weil Eclipse doch einiges mitbringt, was einem die Arbeit deutlich erleichtert, aber eine so instabile Plattform kann ich nicht nutzen.
Nachtrag: Ich habe Eclipse jetzt wieder zum laufen gebracht. Das Problem war wohl, daß er mit einem Ordner innerhalb des Projektordners, in dem einige Gigabyte an Bildern und Mediadateien lagen, nicht zurecht gekommen ist. Falls jemand eine Möglichkeit kennt, spezifische Ordner aus dem Refresh/Build-Prozess von Eclipse auszuschließen, kann er sich bitte bei mir melden, damit ich daß Problem in den Griff kriege.
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