Review: Mirror’s Edge
April 29th, 2009 by admin
Seit kurzem bin ich im Besitz des EA-PC-Games Mirror’s Edge, hier ein kleines Review dazu.
Einfach beschrieben ist das Spiel ein modernes Jump and Run, das sich stark an der PArcour-Bewegung orientiert. Aus der Ego-Perspektive läuft man dabei über den Dächern einer fiktiven Stadt als Runner durch die Gegend. Im wesentlich springt, hangelt, oder läuft an Wänden entlang um zu seinem Ziel zu kommen. Klingt nicht besonders besonders, macht aber eine Menge Spaß, und ist prinzipell sehr gut umgesetzt. Die Grafik ist dabei sehr hell und klar, mit angenehm ebenen Texturen, wodurch sich das Spiel deutlich und positiv von v.a. auf Realismus abzielende Spiele abhebt. Die Steuerung ist dabei recht einfach zu handhaben, so daß man auch an schwierigeren Stellen nicht ewig verzweifelt, weil man irgendeine 8-stellige Tastenkombo nicht hinbekommt.
Der Storymodus des Spiels führt einen wie gesagt durch eine fiktive, totalitäre Stadt, in der man einer Verschwörung gegen die Runner auf der Spur ist. Dabei bekommt man es oft mit einer – ziemlich schießwütigen – Polizei zu tun, der man entweder wegläuft oder mit der man kämpft. Das kämpfen empfand ich als eher störend, weil es einen mit zunehmender Spieldauer immer mehr vom eigentlichen Spielprinzip ablenkt, und es einfach nicht so richtig zum Spiel passt.
Im Onlinemodus des Spiels kann man in Parcours Zeiten aufstellen, neue Level freischalten und sich mit anderen Spielern messen. Da macht das Rennen und hüpfen dann auch wieder richtig Spaß, weil die Kurse einem immer mehrere Wege zum Ziel zur Verfügung stellen, und man so immer wieder ein paar Sekunden rausholen kann.
Alles in allem kann ich dieses Spiel nur jedem ans Herz legen, weil es sowohl kurzfristig viel Spaß macht, mal ein paar Läufe zu machen, als auch einen großen Langzeitfaktor mitbringt, weil man bekannte Ziele über immer neue Strecken erreichen kann. Leider war das Spiel – völlig zu unrecht- nicht sehr erfolgreich, aber ich hoffe trotzdem, das es mal einen zweiten Teil gibt. Für den hätte ich folgende Anregungen:
- SlowMotion-Effekte, an besondefrs interessanten Stellen. Wenn man z.B. in 300 Metern höhe zwischen zwei Kränen hinweg springt, wäre eine coole SloMo aus der Third-Person-Perspektive auf die Protagonistin Faith eine echter Hingucker
- Mehr Sandbox, weniger Storymodus. Eine Entwicklung in Richtung eines Rollenspiels ala GTA würde gut zum Spiel passen. Man kann einzelne Missionen auswählen , durchführen und dafür Geld kassieren usw, und daneben entwickelt sich die Hauptstory. So hat man viel mehr Freiheiten was man macht.
- Lasst die komischen Koffer weg
- Ich wüsste gern, wie sich das gleiche Spiel aus der 3rd-Person-Sicht spielt, Ego-Anischt hat mir noch in keinem Spiel sonderlich gefallen
- Mehr Gegenstände mit denen man auch interagieren kann. Wie wärs z.B. mit einem Basejump-Schirm, einer Stange zum springen, oder einem Stirb-Langsam-1-Gedächtniss-Wasserschlauch ?
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